KiFoBW - Forschungsprojekt zu „Kinderschutz durch Fortbildung stärken“ (KVJS) Forschungsprojekt zur Entwicklung und Evaluation des Fortbildungscurriculums für öffentliche Jugendhilfeträger zum fallspezifischen Kinderschutz in Baden-Württemberg (KiFoBW)

Kinderschutz durch Fortbildung stärken: Forschungsprojekt zur Entwicklung und Evaluation des Fortbildungscurriculums für öffentliche Jugendhilfeträger zum fallspezifischen Kinderschutz in Baden-Württemberg (KiFoBW)

Das Forschungsvorhaben des IBS an der Hochschule Esslingen umfasst die interdisziplinäre und am aktuellen Forschungsstand orientierte Weiterentwicklung bestehender Standards und Inhalte im Fortbildungsprogramm des KVJS Landesjugendamtes. Im Rahmen des Projektes sind für den fallspezifischen Kinderschutz in Allgemeinen Sozialen Diensten nach wissenschaftlichen Kriterien entsprechende Inhalte zu analysieren und zu systematisieren, die fachlichen und personellen Voraussetzungen für die Fortbildungen zu gestalten und eine begleitende wissenschaftliche Evaluation des Fortbildungscurriculums des KVJS Landesjugendamtes durchzuführen.

Das Forschungsprojekt umfasst daher die Teilbereiche der evidenzinformierten Curriculumsentwicklung, der Implementierungsphase (in Kooperation mit dem KVJS als Bildungsträger der Fortbildungen) und eine methodenplural angelegte Evaluationsstudie (formative und summative Evaluation im Verlauf des Forschungsprojektes).

 

Das Forschungsprojekt berücksichtigt insbesondere folgende Perspektiven:

 

  • Voraussetzungen und Dimensionen professioneller sozialpädagogischer Handlungskompetenz im fallbezogenen Kinderschutz
  • Denken und Handeln in multiprofessionellen, interdisziplinären und institutionsübergreifenden Kontexten im Kinderschutz
  • Kinderschutz und Umgang mit Handlungsdruck, Arbeitsbelastung und Fachkräftebedarf
  • Fähigkeit zur Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe und Einhaltung von Verfahrensstandards im fallspezifischen Kinderschutz
  • Diagnostische Kompetenz und Gefahren automatischer Hypothesen im Kinderschutz
  • Umgang mit berufsethischen Aspekten und moralischem Stress im Kinderschutz
  • Sensibilisierung für Gewaltformen und Kinderwohl(gefährdung) in Familien, sozialen Bezügen und Institutionen
  • Wechselbezog fallspezifischer sowie institutioneller Schutzkonzepte
  • Fokus auf Digitalisierung im Kinderschutz
  • Verständnis des Kinderschutzes aus dem Kinderperspektivenansatz
  • Adressat:innenorientierung und Stärkung von Partizipation sowie Verfahrensrechte junger
  • Menschen und Eltern im Kinderschutz
  • Nutzung von Kooperations‐, Netzwerk‐ und Dialogstrukturen im Kinderschutz
  • Kinderschutz als Grundlagen‐ und Vertiefungswissen im institutionellen Gesamtgefüge


Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Polutta

Beteiligte Professor:innnen: Prof. Dr. Julia Gebrande, Prof. Dr. Friederike Gerstenberg, Prof. Dr. Verena Ketter, Prof. Dr. Johanna Pretsch, Prof. Dr. Christopher Schmidt, Prof. Dr. Sabine Schneider, Prof. Dr. Marion Weise

Wiss. Mitarbeiter:innen: N.N.

Projektlaufzeit 11/2025 – 09/2029

Förderung: Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)

apply

Interesse geweckt? Bewirb dich! für das Sommersemester 2026